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Biographie und Zuchterfolge

Moderator: Jutta

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Beitragvon Jutta » 10.08.2008, 21:24

In diesem Forum wollen wir uns über die Züchter - damals und heute -und ihre Erfolge unterhalten.
Seit wann kennen wir die Fuchsien? Denn diese Gattung der Nachtkerzengewächse (Onagraceae) gibt es schon seit vielen Millionen Jahren.
Nach der Entdeckung Amerikas 1492 fanden viele Expeditionen in die neue Welt statt. Man suchte nach Schätzen und bei diesen Expeditionen waren auch immer Botaniker dabei, die nicht nur Heilpflanzen, sondern auch die an den adeligen Höfen sehr begehrten fremdartigen Blumen mitbrachten.
Der Botaniker Pater Charles Plumier, ein Franzose, brachte Ende des 17. Jahrhundert einen zierlichen Strauch mit, dem er später den Namen Fuchsia triphylla flore coccinea gab. Es war damals üblich, neuentdeckten Pflanzen den Namen berühmter Botaniker zu geben und das war in diesem Fall der Name des berühmten Botaniker und Arztes Leonhart von Fuchs.
Bis 1840 wurden noch viele Forschungsreisen unternommen und immer mehr Fuchsien kamen nach Europa, so die F. magellanica, F. coccinea, F. fulgens, F. splendens und F. boliviana.
Besonders in England begannen die Gärtner diese Fuchsien zu kreuzen.
Liebe Grüße
Jutta
Blumen, die nicht wachsen, nennt man übrigens Wachsblumen. :nail:
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Beitragvon Jutta » 10.08.2008, 21:26

In England wurden zu Beginn des 19 Jahrhunderts mit den ersten Züchtungen begonnen. Es gibt aber so gut wie keine Aufzeichnungen darüber. Ein Gärtner aus Südengland zog 1840 einen Sämling groß, der eine Sensation wurde: Venus Victris, die erste Fuchsie mit weißer Kelchröhre. 1850 gelang Story, einem Züchter aus Südwestengland die erste gefüllt blühende Fuchsie zu züchten. Zu dieser Zeit wurde auch in ganz Europa mit der Fuchsienzucht begonnen, besonders in Deutschland, Frankreich und Belgien.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erreichte die Fuchsienzucht ihren Höhepunkt, die mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs rapide nachließ, da die Gewächshäuser zur Anzucht von Lebensmitteln gebraucht wurden. Auch nach dem Krieg war hierzulande das Interesse an Fuchsien wegen der wirtschaftlichen Lage eher gering.
1929 wurde in der USA die erste Fuchsiengesellschaft gegründet: Die Mitglieder reisten nach Europa und kauften hier Fuchsien für ihre Züchtungen auf. H.M. Tired, Victor Reiter und später Paskesen sind Züchter, deren Zuchterfolge wir noch heute kennen.
In den 60er Jahren führte die Firma Töpperwein neue amerikanische Sorten ein, die Deutsche Dahlien- und Gladiolen-Gesellschaft (DDFGG) wurde 1974 gegründet. 1978 wurde die erste Fuchsienausstellungen in Bad Neuenahr gezeigt.
Heute finden die größten Zuchtaktivitäten in England, den USA und den Niederlanden statt.
Liebe Grüße
Jutta
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